Prinz Pi, Wien Rost cover

Rost
by & Wien
Lyrics and Meaning


Released
May 16, 2014
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Song Lyrics

Song Meaning
Verse 1
Kein Panzer fuhr die Straße lang, kein Donner weiht die Luft
Kein Scharfschütze schoss dem Wachhund Blei in seine Brust
Kein Fauchen eines Kampfjets knallte übers Land
Kein Soldat ging links, rechtsum, und stand dann stramm
Kein Schlachtfeld fraß die Körper auf
Kein weißer Blitz aus Tod
Kein Präsident im tiefsten Bunker tippte seinen Code
Kein Kampfgas tränkt die Luft mit Tod
Kein Mann gegen Mann
Kein David gegen Goliath kämpft solang er kann
Kein General gab grünes Licht, für die große Schlacht
Kein Feigling am Computer schob die Drohne durch die Nacht
Kein Agent verriet den Plan
Kein geheimer Plot
Keiner band die Bombe um seinen Bauch für seinen Gott
Doch wir blicken auf die Stadt- die ist ausgeknockt
Wunden klaffen in Fassaden
Raben schwärmen aus einem Loch
Was aussieht wie ein Kriegsschauplatz
War nur ein Fabrikhaus, das
Seine Eingeweide
Nun transplantiert nach China hat
Verse 2
Die Zeit geht gegen Abendbrot
Die Sonne fällt ins Eck
Die Scham malt die Fassaden rot
Stolz steht noch das Skelett
Die Zeit geht gegen Abendbrot
Die Sonne fällt ins Eck
Landauf landab sind Städte tot
Der Rost blüht bis zuletzt
Verse 3
Erst kamen sie mit neuen Wörtern, Englisch waren sie und schwer
Keiner der sie ganz verstand, aber bald war alles leer
Die Parkplätze wurden Schuhe, zwei Nummern zu groß
Dann hieß es der Investor bringe das rettende Floß
Doch, die Wölfe tragen feinen Zwirn, die Schafe tragen Blau
Die Wölfe haben Dritthäuser, die Schafe eine Frau
Die Wölfe waren auf Business Schools, die Schafe auf der Schicht
Die Wölfe haben Charakter, die Schafe kein Gesicht
Die Wölfe sehen Zahlen fallen, die Schafe sehen fern
Die Wölfe und die Schafe leben auf einem anderen Stern
Die Wölfe in der Konferenz, ein großer schwarzer Sarg
Seine Nägel Nadelstreifen, der Deckel Stahl und Glas
Verse 4
Die Zeit geht gegen Abendbrot
Die Sonne fällt ins Eck
Die Scham malt die Fassaden rot
Stolz steht noch das Skelett
Die Zeit geht gegen Abendbrot
Die Sonne fällt ins Eck
Landauf landab sind Städte tot
Der Rost blüht bis zuletzt
Verse 5
Die Schafe schreien die Wut heraus, sie gehen demonstrieren
Bis sie müde werden, eure Wut ist echt, ich kann sie spüren
Trinkt das Bier, es macht euch schwach, es eint euch nur im Zorn
Das Schimpfen nutzt nun auch nix mehr, wir haben den Krieg verloren
Ihr wolltet erst die Arbeit, dann wurd' sie euch zu lang
Die Gewerkschaft, die doch für euch kämpfte, war der Untergang
Wenn die Flüge billig werden, dann freut euch das doch auch
Der große rote Drache hustet für euch Flatscreens aus seinem Bauch
Natürlich zieht die Firma weg in ein fernes Land
Und baut auch unsere deutschen Autos hinterm Sonnenaufgang
Es ging noch nie so lang so gut, irgendwann ist Schluss
Ihr wurdet reich, ihr wurdet weich, für niemand gibt es Schutz
Die große Industrie zieht weg, man riecht es in der Luft
Plötzlich riecht es besser hier, ohne all den Schmutz
Was ist ein Arbeiter ohne Arbeit, nur noch ein er
Die Hallen sind leer, Schweigen liegt auf den Straßen mit dem Teer
Verse 6
Die Zeit geht gegen Abendbrot
Die Sonne fällt ins Eck
Die Scham malt die Fassaden rot
Stolz steht noch das Skelett
Die Zeit geht gegen Abendbrot
Die Sonne fällt ins Eck
Landauf landab sind Städte tot
Der Rost blüht bis zuletzt

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